Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Was sind die Rechte der Betroffenen?

Auch die Rechte der Betroffenen haben wiederum zusätzliche Pflichten auf der Seite des Datenverarbeiters zur Folge. Hier die Wichtigsten in der Übersicht:

  • Auskunftsrecht: Die betroffene Person hat ein Recht auf Bestätigung darüber, ob sie betreffende personenbezogene Daten verarbeitet werden und ist das der Fall, ein Recht auf Auskunft über die Umstände der Datenverarbeitung;
  • Löschungsrecht: Es bleibt dabei, dass Daten auch auf Anforderung des Betroffenen zu löschen sind, wenn kein gesetzlicher Grund für die weitere Verarbeitung gegeben ist. Neu ist das „Recht auf Vergessenwerden“: Wurden Daten öffentlich gemacht, muss der zur Löschung verpflichtete Verantwortliche unter Berücksichtigung der „verfügbaren Technologie und der Implementierungskosten angemessene Maßnahmen, auch technischer Art“ treffen, um die für die Datenverarbeitung anderen Verantwortlichen, die die Daten verarbeiten, über das Löschungsverlangen zu informieren. Es ist derzeit noch unklar, in welchem Umfang und wie der Verantwortliche dieser Verpflichtung nachkommen kann und muss;
  • Berichtigungsrecht;
  • Recht auf Datenübertragbarkeit: Der Betroffene kann verlangen, seine personenbezogenen in einem nutzbaren Format (z. B. zum Beispiel XML) zu erhalten oder dass diese an einen anderen Verantwortlichen weiter zu geben sind. Beispiel: Übertragung der Daten von einem sozialen Netzwerk in ein anderes;
  • Widerspruchsrecht;
  • Recht auf Einschränkung der Verarbeitung.

 

Sie müssen auf entsprechende “Anträge” der Betroffenen schnell reagieren!

Eingehende Anträge von Betroffenen auf Löschung, Berichtigung, Auskunft usw. müssen von Ihnen als rechtlich relevant erkannt und ein Verfahren für deren Bearbeitung eingerichtet werden. Dazu kann auch ein Onlineformular eingerichtet werden. Wichtig ist: Die Ersuchen der Betroffenen müssen in der vorgesehenen Zeit erledigt werden können, denn die beantragten Informationen müssen unverzüglich, in jedem Fall aber innerhalb eines Monats zur Verfügung gestellt werden.

Diese Frist kann zwar um weitere zwei Monate verlängert werden, wenn dies unter Berücksichtigung der Komplexität und der Anzahl von Anträgen erforderlich ist. Dann müssen die Betroffenen aber über die Fristverlängerung und die Gründe für die Verzögerung unterrichtet werden.

Werden Sie auf Antrag eines Betroffenen hin nicht tätig, sind Sie außerdem verpflichtet, die betroffene Person ohne Verzögerung, spätestens aber innerhalb eines Monats über die Gründe hierfür und über die Möglichkeit, bei einer Aufsichtsbehörde Beschwerde oder einen gerichtlichen Rechtsbehelf einzulegen, zu unterrichten.

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